Barbe (Barbus barbus)

Die Barbe gehörte, wie auch die Nase – diese wurde übrigens 2015 zum Fisch des Jahres gekürt –, ehemals zu den Massenfischarten der Tieflandflüsse Österreichs, und ist namensgebend für die Fischregion Epipotamal (Barbenregion). Heute ist diese Flussfischart aufgrund lokaler Gefährdung und starker Bestandsrückgänge auf der Vorwarnliste.[1] Grund dafür sind fehlende Habitate für die juvenilen Barben, der Mangel an Laichplätzen in den zum Teil nicht mehr verfügbaren Zubringern sowie die mangelnde räumliche Vernetzung der unterschiedlichen Lebensraumtypen.[2]

Die Barbe ist eine gesellig lebende, strömungsliebende Cypriniden-Art, die sich zumeist in Bodennähe aufhält. Sie hat einen langestreckten Körper mit fast gerader Bauchlinie und leicht gewölbten Rücken. Wesentlichste Merkmale sind das rüsselartige, unterständige Maul, die fleischigen Lippen und die vier dicken Barteln an der Oberlippe – Letzteren verdankt sie übrigens ihren lateinischen Namen Barbus barbus, der Bärtige. Sie ernährt sich vorwiegend von Insektenlarven, Muscheln, Schnecken, Würmern und seltener Wasserpflanzen.[3]

 

[1] Georg Wolfram und Ernst Mikschi, 2007. Rote Liste der Fische (Pisces) Österreich.

[2] Andreas Zitek et al., 2007. Ein ökologisch-strategischer Leitfaden zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit von Fließgewässern für die Fischfauna in Österreich.

[3] Wikipedia®


 

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